GESCHICHTE WIRD GEBAUT...

1. Ausrichtung & Die Sterne

Bevor auch nur ein einziger Stein gelegt wurde, wurde der Standort mit mathematischer Präzision gewählt. Die Ägypter richteten die Pyramiden anhand der Zirkumpolarsterne exakt nach Norden aus.

Das Fundament wurde mithilfe von wassergefüllten Gräben geebnet, wodurch eine fast perfekt flache Basis entstand.

2. Der Steinbruch & Der Fluss

Massive Kalksteinblöcke (durchschnittlich 2,5 Tonnen) wurden in der Nähe abgebaut. Der Granit für die Königskammer stammte jedoch aus Assuan, über 800 km entfernt.

Während der jährlichen Nilflut transportierten Boote diese schweren Steine direkt zum Hafen am Fuß der Pyramide.

3. Physik des nassen Sandes

Wie bewegten sie Steine durch die Wüste? Sie benutzten hölzerne Schlitten.

Ein Arbeiter stand vorne auf dem Schlitten und goss Wasser auf den Sand. Dies reduzierte die Reibung um bis zu 50% und verwandelte den Sand in eine steife, glatte Oberfläche statt einer weichen Falle.

4. Die Rampen-Theorie

Es gab keine Kräne. Beweise deuten auf ein System von Rampen hin.

Als die Pyramide wuchs, wurde eine große gerade Rampe oder eine spiralförmige Außenrampe errichtet, um die Steine auf die nächste Ebene zu ziehen. Einige Theorien vermuten sogar ein internes Rampensystem.

5. Kalkstein & Gold

Die groben Stufen, die wir heute sehen, sind nur der Kern. Ursprünglich war die Große Pyramide mit hochglanzpoliertem weißen Tura-Kalkstein verkleidet.

Sie hätte wie ein Stern geleuchtet. Schließlich wurde ein goldbeschichteter Schlussstein (Pyramidion) ganz oben platziert.